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Österreich Ungarn Kroatien Tour Ein Beitrag von unserem Vereinsmitglied Elke Hüwel
Rubrik: Wochen Tour
Flugzeuge: D-EETE, D-EELN, D-EFJP
Datum: 21.05. - 28.05.2005
Kontakt: elke.huewel@edlr.de
Teilnehmer v.l. :
Josef Spaderna, Elke Hüwel, Günter Zehnel, Helmut Wegener, Christine Jänsch, Dieter Wasserkordt, Thomas (Commander) Rissing
Warum nicht mal ins benachbarte Ausland fliegen? Wir haben uns das mal vorgenommen und waren begeistert. Ein richtig gelungener Wochentrip. Samstag morgen sah das Wetter erst gar nicht so toll aus, aber je später es wurde, umso freundlicher war uns Petrus gesonnen. Zunächst flogen wir auf Wunsch eines einzelnen Herrn Burg Feuerstein an, als zweite Station hatten wir uns Vilshofen herausgesucht. Ein sehr zu empfehlender Flugplatz in Bayern. Fluss und Stadt liegen idyllisch direkt am Platz, herrliches Panorama, nettes Flugplatz-Cafe.

Weiter gings vorbei an Passau wo sich die Donau mit dem Inn vereint und über das Stift Melk zur Landung in Krems/Österreich. Hier musste Helmut erst in die Werkzeugkiste greifen, aber er hat die Monsun schnell wieder flott gekriegt.  
In Krems bleiben wir zwei Tage im Hotel Klinglhuber, schauen uns in der Altstadt das berüchtigte Bermuda-Dreieck an und probieren auch schon mal einen Cocktail. Am nächsten Tag unternehmen wir eine Donauschifffahrt durch die schöne Wachau, vorbei an Dürnstein und Schloß Schönbühel zum berühmten Benediktinerstift Melk, eine beeindruckende Anlage, in der man durchaus auch einen ganzen Tag verbringen könnte.

Josef übernahm excellent den Part des Österreich-Fremdenführers. Der ein oder andere legte denn auch schon mal eine schöpferische Denkpause ein.  
Unser Zielflughafen in Ungarn am Balaton „Siofok“ hat leider entgegen des Bottlang-Eintrags keinen Zoll und so lernen wir bei unserem Weiterflug den Zungenbrecher-Flugplatz Fertöszentmiklós in Ungarn kennen. Dank der von Günter freundlicherweise mitgeführten Unterlagen (Anflugblätter etc.) war eine kurzfristige Änderung der Flugroute kein Thema. Die Zollformalitäten sind hier schnell erledigt und bei einem Käffchen geben wir unseren Flugplan nach Siofok auf. Bei einem netten Schwätzen im Cafe erfahren wir, dass sich der Spediteur Meidl diesen Flugplatz gebaut hat. Funktechnisch werden wir beim Weiterflug bestens begleitet von Wien und Budapest Info.  
In Siofok, dem größten und bekanntesten Ferienort am Balaton beziehen wir günstig Quartier in einer kleinen Pension. Da hier noch Vorsaison herrscht, kann sich der Hotelier ausgiebig um uns kümmern und empfiehlt spezielles ungarisches Abendessen, welches prima schmeckt. Nach Palatschinken und ein paar Gläschen Tokajer bummeln wir abends noch durch das noch recht leere Siofok. Da im Pensionsgarten etliche Bäume von Krähen geradezu belagert werden und einen Heidenkrach veranstalten, bangt der ein oder andere um seinen Morgenschlaf.  
Wir lassen uns über den 75 km langen, aber nur 1-3 m tiefen Steppensee Balaton schippern, haben Wind und Wellen wie an der Nordsee und jede Menge Spaß dabei. Auf der bewaldeten Halbinsel Tihany kraxeln wir mal wieder einen Berg rauf und schauen uns das dortige Kloster und den kleinen Touristenort an. Hier gibt’s auch was für architektonisch Begeisterte zu sehen, da reichlich Villen am Hang gebaut sind.  
Für den Ausflug nach Kroatien müssen wir wieder über den Zollflughafen (inzwischen können wir alle „Fertöszentmiklós-Info“ leidlich aussprechen). Zoll, Flugplan und Tanken sind schnell erledigt und auf geht es auf einer vorgegebenen VFR-Route Richtung Losinj-Island International Airport, der Flugplatz liegt auf der wegen des spezifischen Mikro-Klimas grünsten Insel im Mittelmeer. Nachdem wir die letzte Bergkuppe mit ordentlich Rückenwind überquert haben eröffnet sich uns ein traumhafter Ausblick auf kristallblaues Wasser mit weiten, weißen Stränden mit vielen malerisch versteckten Buchten.  
Im Hafenstädtchen Mali Losinj bleiben wir wieder für 2 Tage in einem schicken Hotel direkt im malerischen Hafen. Hier ist schon richtig Hauptsaison und dementsprechend die Restaurants und Eiscafe`s gut besucht. Im Gegensatz zu Ungarn sind hier wieder „deutsche“ Preise angesagt, dennoch herrscht im Ort quirliges Treiben.  
Während es sich der ein oder andere nach einem Strandspaziergang im Schatten gemütlich macht, gibt’s auch den ein oder anderen Nichtwarmduscher, die das noch nicht ganz so warme Wasser geniessen. Das Abendessen gönnen wir uns in einem Restaurant direkt am Wasser, die Kalorien verlieren wir aber schnell auf dem Rückweg. Es geht mal wieder bergauf bergab zurück in den Ort.  
Bei wohlverdientem Kaiserwetter geht es Richtung Heimat über den Wörther- und Ossiachersee. Vorbei am 3.798 m hohen Groß-Glockner zum Flugplatz Zell am See. Uuups Commander, fast hätte ich ihn vergessen, klar – wir fliegen auch über den Millstädter See.  
Der Flug über die Alpen ist absolut beeindruckend und zur Nachahmung empfohlen. Die Tango Echo muß allerdings ganz schön keulen um auf Flugfläche 95 zu kommen. Der Flugplatz Zell liegt wunderschön im Nationalpark Hohe Tauern.  
In Zell am See bleiben wir eine Nacht im Hotel „Grüner Baum“ und bummeln abends am See entlang. Zell ist ein kleiner Ort, aber an diesem Wochenende ist Porsche und Harley-Treffen angesagt und wir haben flotte Maschinchen zu bestaunen. Nach dem Frühstück beratschlagen wir die Rückreise-Route. Wir entscheiden uns für Landshut und Coburg. In Coburg gibt es einen schönen, mit alten Bäumen bewachsenen Biergarten und da es noch einmal richtig heiß ist, bleiben wir hier zwei Stunden im Schatten bei Kaffee und Kuchen gerne noch etwas sitzen.  
Samstag abend landen wir dann wieder am Haxterberg. Dank der mitfliegenden, auslandserfahrenen „alten Hasen“ waren Zollformalitäten und Flugplanaufgabe kein Problem. Das Wetter verwöhnte uns die ganze Woche über, wir haben eine Menge interessanter Dinge gesehen, viel Spaß miteinander gehabt und „Fly“ hat auch alles gut überstanden. 
Eure Elke Hüwel
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letzte Änderung: 28.06.2005 | 17:51
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