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Zum Schelmenmarkt nach Gelnhausen
Ein Beitrag von unserem Vereinsmitglied Elke Hüwel
Ein Wochenend-Trip am 08. und 09.10.05
„Linsengericht“ oder „Schelmenmarkt“. Nordöstlich von Frankfurt haben die so lustige Namen.
Am Samstagmittag brauchte die KBUK 1:40 Std. Flugzeit bei Südkurs über die Eder, vorbei an Korbach, Marburg und Gießen zum Fly-in zum Schelmenmarkt nach Gelnhausen. Der Gras-Platz liegt direkt am Ortsrand von Gelnhausen. Die Altstadt mit vielen historischen Gebäuden ist bequem zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen. Die Turmfalken sind nett und hilfsbereit und am Platz ist eine italienische Gastronomie mit Kaffee/Kuchen oder Mittagsgerichten ansässig.
Anlässlich des „Schelmenmarktes“ veranstaltet der Aero-Club jedes Jahr des Sonntags ein Fly-in. Normalerweise kommen an diesem Tag an die 100 Flugzeuge aus der Umgebung. In diesem Jahr spielte das Wetter nicht mit. Nebel ließ selbst Segelflüge in der Platzrunde immer nur für ein paar Minuten lang zu. Insgesamt reisten nur drei Piloten an und bekamen als Willkommens-Geschenk eine Flasche Apfelwein, einen Kupferbecher und eine Brezel.
Quartier bezog ich im Hotel Grimmelshausen für 50 € p.P. mit Frühstück direkt in der Altstadt. Das Geburtshaus des deutschen Barockschriftstellers J.J. Christoffel von Grimmelshausen, geb. 1622 (Der abenteuerliche Simplicissimus) ist heute ein schön renoviertes Hotel. Auf dem Schelmenmarkt in der Innenstadt war reichlich was los, Kirmes und jede Menge Stände mit Wurst, Töpfen, Bürsten, Socken u.s.w. Livemusik und natürlich Wein- und Fressbuden. Der Markt zieht sich durch die gesamte Altstadt und an diesem Wochenende werden in den alten Gasthöfen die Gewölbekeller geöffnet. Wenn der Markt gegen 23 Uhr schließt kann man man hier noch länger in gemütlicher Atmosphäre Weine aus der Gegend verkosten.
Da am Sonntag so gut wie kein Flugplatzbetrieb herrschte besuchte ich die Ruine der von Kaiser Friedrich Barbarossa gegründeten Pfalz (Ende 12. Jahrhundert) und die architektonische Skulptur „wir sitzen alle in einem Boot“.
Der Rückflug ging dann Montagmittag nach Hochnebelauflösung mit Rückenwind in 1:20 Std. zum Haxterberg vorbei am Vogelsberg und mit Goldener-Oktober-Sicht auf das Sauerland.
Ein sehr zu empfehlender Kurztrip.
Eure Elke Hüwel
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letzte Änderung: 19.10.2005 | 00:34
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