|
AusFlug nach Lausanne/Sion 2006 Ein Beitrag von unserem Vereinsmitglied Rudi Meiners
Rubrik: Wochen Tour
Flugzeug: D-KBUN Datum: 17.07. - 22.07.2006 Kontakt: rudolf.meiners@paderborn.com
Teilnehmer: Rudi Meiners und Norbert Eusterholz
Da Sohnemann Holger schon seit dem Jahr 2001 in Neuchâtel arbeitet und in Lausanne/Genfersee wohnt, bestand schon länger der Plan, mit dem Motorsegler in die Westschweiz zu fliegen.
Berni und ich hatten schon bei mehreren Besuchen die Westschweiz kennen gelernt. Dabei hatte ich auch die Gelegenheit, bei einem 1-stündigen Flug mit einem Motorsegler, die Landschaft rund um Neuchâtel und dem Schweizer Jura von "oben" zu erkunden. Mit dem Auto hatten wir auch, von Lausanne aus, die Land-schaft rund um den Genfer See (Lac de Leman) Montreux, Genf, Evian (Frankreich), Rhonetal, Sion, Gr. St. Bernhard und Aosta "erfahren".
Eine herrliche Landschaft mit sehenswerten Städten und natürlich den imposanten Alpen.
Die Planung eines Schweizfluges bestand ja nun schon länger und als unsere Jugend wieder ein Fliegerlager auf dem Klippeneck durchführte, planten Norbert und ich, daß wir auf dem Klippeneck unser "Basislager" einrichteten, um von dort aus in die Schweiz zu fliegen.
Die Quartiere wurden umgehend im Fliegerheim/Klippeneck reserviert und der Abflugtag rückte näher. Die Großwetterlage war in ganz Europa einmalig gut und heiß, nur....... die KBUN bekam noch einen reparierten Auspuff. Die UN wurde durch den dankenswerten Einsatz von Helmut Wegener (Koordination Schweißen) und dem Engagement unseres Motorsegler-Wartes Reinhard Schade am Samstag fertig. Am Sonntag wurde dann noch ein "längerer Checkflug" zu den Inseln gemacht und so konnten wir die UN am Sonntag Abend startklar machen. Die Maschine schnurrte während des gesamten Fluges wie ein Schweizer Uhrwerk. MERCI!.
Am Montag, den 17. Juli um 9 Uhr 30 ging es dann vom Haxterberg los. Die Flugroute lag fest, die erste Strecke flog ich, über Siegerland, bei Rüdesheim über den Rhein, Richtung Langenlonsheim nach Speyer. Schon von Weitem sahen wir die Boeing 747 des Technik Museums, landen, tanken, bezahlen, Maschine abstellen und ab in die Fliegerklause, große Weinschorle konsumieren und die beste Curywurst mit Pommes verspeisen, die wir je gegessen hatten. Dann ab über die Straße und dem Parkplatz ins sehenswerte Technik-Museum Speyer.
 Nachdem wir platte Füße hatten, machten wir wieder zum Flugplatz und Norbert flog die restliche Strecke zum Klippeneck. Hier trafen wir dann am frühen Nachmittag ein. Erfrischend war hier die um ca. 5 Grad niedrigere Außentemperatur in 1000 m Höhe. Wir zogen in die netten Doppelzimmer als Einzelzimmer (29 €/Tag) ein und abends gings mit allemann zum Schnitzelessen nach Denkingen.
Nach gutgeschlafener Nacht und einem prima Frühstück, flog Norbert die erste Strecke nach Friedrichshafen. Hier wurde nochmal getankt, der Flugplan abgegeben, eine Kleinigkeit getrunken, gegessen und dann flog ich die Strecke bis Neuchâtel.
 Der Flug ging nach Flugplan über den Bodensee nach Konstanz, Schaffhausen mit den Rheinfällen, Grenchen über den Neuchâteler See (zweitgrößter See der Schweiz) nach Neuchâtel. Der Kontakt mit Swiss-Controll war unproblematisch und hätte auch in Deutsch durchgeführt werden können. Trotz teilweiser starker Thermik ließ die "Dame" nur schrittweise 500 ft`s Höhensteigerung zu, bis wir den Schweizer Jura in 5500 ft`s überfliegen konnten und dann gings auch schon über den See bergab zum Platz. Die INFO von Neuchâtel ist HX, Sprache französisch, etwas englisch, es geht auch deutsch.
 Tanken, Flugplan abmelden, Zollerklärung, bei der netten, deutschsprechenden Dame zahlen, ein Wässerchen trinken und die 200 m zur S-Bahn Station laufen. Kleingeld in Schweizer Franken nicht vergessen, um den Fahrkarten Automat zu füttern und schon nach 5 Minuten gings mit der S-Bahn ins Stadtzentrum (End-station) von Neuchâtel, eine nette Stadt mit ca. 50 Tausend Einwohnern. Wir aßen eine Kleinigkeit auf den Place de Marche und machten einen kleinen Rundgang durch die Stadt und dem Seeufer. Dann gings mit der S-Bahn zurück zum Flugplatz.
 Am Flugplatz Neuchâtel angekommen, kamen vom Osten dunkle Wolken. Gewittergefahr? Nach Lausanne war alles ok, also rein in die Maschine und Norbert flog zügig die kurze Strecke nach Lausanne/Blecherette. Die Verständigung mit der INFO war in Englisch mit starkem französischen Akzent, der Platz war dann aber völlig problemlos anzufliegen und auf der 18 wurde gelandet.
Mehr Infos von Lausanne/Blecherette: http://www.lausanne-airport.ch/information.htm
Holger holte uns dann vom Flugplatz ab und nachdem wir uns bei ihm frisch gemacht hatten, gings in die Stadt und dann zum "Place de la Palude"
http://www.lausanne-sports.ch/francais/webcams.htm
wo wir feine Pizza und guten Schweizer Weißwein "verdrückten".
Nach einem Schlummertrunk bei Holger versuchten wir bei der Wärme eine Mütze Schlaf zu ergattern. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings dann mit dem Bus Linie 1 zum Flugplatz Blecherette. Ich flog dann, bei herrlichem Sonnenschein, am Ufer des Genfer See`s entlang, an Montreux vorbei mit dem Wasserschloß "Château de Chillon" ins Rhonetal nach Sion. Norbert flog dann die Strecke nach Lausanne zurück.
 Nach einem guten Frühstück brachte uns Holger am Donnerstagmorgen zum Flugplatz. Über Donaueschingen gings zurück zum Klippeneck.
Freitag war "Ruhetag" und Samstag flogen wir dann über Aschaffenburg (und Sinsheim, Concorde/TU 144 besuchen) nach Paderborn zurück, pünktlich zum Libori-Beginn.
Fazit des Fluges: Keine Angst vor Auslandsflügen (Schweiz etc.), Bedingung: etwas Unternehmungsmut, fliegbares Wetter, gute Flugvorbereitung, am Besten zu Zweit, dann klappt`s.
Euer Rudi Meiners
Druckversion
letzte Änderung: 22.08.2006 | 12:00
|