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Ein Ausflug nach Bornholm

Ein Beitrag von unserem Vereinsmitglied Elke Hüwel

Datum: 7.6.2007 - 10.6.2007

Kontakt: elke.huewel@edlr.de

D-EAAI Matthias Ebert, Florian Kirwald
D-EELN Georg Hartmann, Dieter Wasserkordt
D-EETE Elke Hüwel, Josef Spaderna, Günter Zehnel
D-EFJP Christine Jänsch, Helmut Wegener
D-KBUK Norbert Eusterholz, Andreas Scharf
D-KBUN Margret und Alois Teipel
D-MHUP Petra und Andreas Sewing call sign: "sorry one"

Obwohl bei der vorabendlichen Besprechung unser dauerabonnierter Wetter-Negativist auch diesen Ausflug ins Wasser fallen sah, konnten wir am Donnerstag morgen nach ausführlicher Wetterberatung um kurz nach 10 Uhr alle unsere neue befestigte Piste Richtung Dänemark verlassen. Bei Braunschweig waren die Wolkenuntergrenzen noch um die 2.600 ft aber danach wurde es besser und besser. Zunächst wurde ein Zwischenstopp in Stendal eingelegt. Weiter ging es vorbei an der 30 NM-Zone des G8-Gipfels Richtung Güttin, wo der zweite Stopp dann in bereits frischer Seeluft auf Rügen nach knapp-kernigem „09“aus dem Funk erfolgte.

Da in der Umgebung von Güttin eine Wasserleitung defekt war, gestaltete sich die Kaffee-Entsorgung mittels einer vorher befüllten Gießkanne recht kreativ. Nachdem wir den Flugplan aufgegeben und uns mit Schwimmwesten ausgestattet hatten ging es über die Ostsee Richtung Bornholm (587 km², 46.000 Einwohner).

In Rönne ging’s am Funk denn erheblich gesprächiger zu. Mit „I´m a CT short wing“ versuchte sich „sorry one“ beim Controller für den 2 Platz in der Landefolge einzuschleimen. Die Landungen waren mit Turbulenzen vor der Piste und reichlich Seitenwind eine Herausforderung für unsere Piloteure. Guter Service: im Flughafengebäude standen uns für die Zimmersuche kostenlos ein PC und ein Telefon zur Verfügung.

Da die Hotels in Rönne für die kommende Nacht keine Zimmer mehr zur Verfügung hatten, mieteten wir uns in Allinge im Hotel Abildgaard (Apfelgarten) ein. Hier war man bereits um 19: 30 Uhr leider nicht mehr willens, uns ins Restaurant zu lassen oder aber eine Kleinigkeit herzurichten. Wir machten uns auf den Fußmarsch Richtung Tejn, wo der Hotelkellner in einem Restaurant angeblich für uns noch einen Tisch reservieren konnte. Aber in dem Restaurant hatte man auch keine Lust mehr und so landeten wir in einer „Pommes-Bude“, in der es dann prima Pizza und gekühltes Bier gab. Wir waren nicht gerade begeistert von diesem Hotel und überlegten am nächsten Tag umzuziehen.

Nach einem guten Frühstück am Freitag sahen wir das Hotel dann in einem relaxteren Licht und blieben.Die Gebäude, in denen die Zimmer untergebracht waren hatten zwar den Charme einer Geflügelfarm aber die Außenanlagen und der Frühstücksraum waren hübsch, der Swimmingpool war Klasse und immer auf 28 Grad angewärmt und das Hotel lag in einem Naturpark welcher malerisch zur Küste abfiel.

Mit dem Bus fuhren wir zur Hauptstadt Rönne und erkundeten diese. Hier reservierten wir vorsorglich über die sehr netten Tourist-Info-Mitarbeiter Tische für unsere Abendessen. Da sich der Tourismus auf Bornholm überwiegend in Ferienhäusern mit Selbstversorgung abspielt, sind die Restaurants hier spärlich vertreten und man bekommt nur etwas serviert, wenn man vorher reserviert hat.Nachmittags entspannten einige am Hotel-Swimmingpool oder spielten Tischtennis, andere mieteten sich einen Leihwagen und schauten sich Bornholm an.

Das perfekte Dinner

Am Nachmittag stieß dann auch noch Familie Teipel zu uns. Nun waren wir komplett und verbrachten einen sehr netten Abend mit perfektem Abendessen im benachbarten Hotel und anschließender privaten Runde mit Bier, Chips, Kerzenlicht und reichlich Witzen an unserem Swimmingpool.

Der perfekte Tag

Am Samstag machten wir uns mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln (Bus, Fahrrad, Leihwagen) auf den Weg zu Nordeuropas größter Burgruine „Hammershus“. Wir kletterten über 800 Jahre alte Steine, amüsierten uns über eine Vollversammlung Bornholmer Froschdelegationen im alten Burgteich und unser Vogelkundler Wako entdeckte ein bewohntes Dolennest.

Lifestyle pur gab es bei der anschließenden Verschnaufpause im Festungs-Bistro. Eine dänische Band spielte hier Jazz vom Feinsten und unterhielt mit flotten Sprüchen die Touristen.

In Olsker besichtigten wir eine wehrhafte Rundkirche (Ols Kirke) aus dem 12. Jh. mit kreisförmig angelegtem Friedhof und im kleinen Fischerdörfchen Gudhjem konnten wir ein Postkarten-Foto schießen. Diese Fischeridylle lebt heute im wesentlichen von Tourismus und Heringsräuchereien.

Während im Norden der Insel felsige Strände vorherrschen sind im südlichen Teil überwiegend Sandstrände. Das schönste Badeparadies liegt am südlichsten Punkt der Insel, bei Dueodde genossen wir ein kühles Bad in der Ostsee. Der Sand ist hier so fein, dass er früher sogar für Stundengläser verwandt wurde.

Abends hatten wir in einer dänischen Räucherei in Sandvig reserviert. Hier konnten wir draußen direkt am Wasser sitzen und das hervorragende Fischmenü genießen. Für ca. 18 € gab es hier Fisch reichlich und in sämtlichen leckeren Varianten. Auf der Rückfahrt sah man einen unserer Fliegerkameraden spuckenderweise am Straßenrand. Er beteuerte, dies läge nicht am verzehrten Menü, sondern an einer Bornholmer Stubenfliege, die sich in seiner Speiseröhre aufhielt, und das ohne seine Einfluggenehmigung! Tja - wenn man denn seine Fressluke auch immer so weit aufreißt . . .

Das perfekte Timing

Am Sonntag konnten wir die Leihwagen direkt am Flugplatz zurückgeben. Nach Wetterberatung, Tanken, Flugplanaufgabe und Anlegen der Schwimmwesten flogen wir nach Schwerin-Parchim. Die roten Teppiche der G8-Teilnehmer waren bereits eingerollt, aber wir gaben uns auch mit einem Kaffee zufrieden. Für einen großen Platz übrigens eine erfreulich niedrige Landegebühr. Die EETE mit 3 Piloteuren machte noch einen PIC-Wechsel in Peine-Eddesee, alle anderen Flieger kehrten direkt zum Haxterberg zurück. Eine halbe Stunde, nachdem alle Flieger wieder in der Halle waren, kam dann der große Regen und Gewitter mit ordentlich Hagel – wirklich ein perfektes Timing, aber – warum sollen wir nicht auch mal Glück mit dem Wetter haben, gell?


Eure Elke


By the way:

Die D-KNIV kam nach uns noch zurück von Langeooge und nutzte eine Gewitterpause zur Landung. Da sich der Sporn beim Abrollen in den inzwischen matschigen Boden grub, konnte man dann noch hilfsbe-reite, halbnackte Menschen am Berg flitzen sehen: -))


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letzte Änderung: 12.06.2007 | 23:54